Buch und Tool: Business Model Generation

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Mit dem Geld ist das insbesondere in Deutschland ja so eine Sache. Jeder möchte es haben, aber niemand mag darüber sprechen. Fast schon konträr dazu lieben wir aber unser Bargeld und haben eine fast schon romantische Bindung zu ihm. Woran das liegt, vermag ich hier nicht zu beantworten. Dennoch möchte ich hier im weiteren Sinne über Geld sprechen – nämlich im Rahmen von Geschäftsmodellen.

Wenn Ihr meinen erste Blogpost gelesen habt, dann wird Euch meine Intention mittlerweile geläufig sein. Ich bin der festen Überzeugung, dass lebenslanges Lernen und die stetige eigene Weiterentwicklung essenziell ist und im Kontext disruptiver, ökonomischer Umwälzungen die Agentur für Arbeit von uns fernhält. An dieser Stelle schlage ich einfach mal den Begriff »Mündigkeit« vor. Diesbezüglich sind die beim Duden vorgeschlagenen Synonyme sehr passend:

  • Reife
  • Selbstständigkeit
  • Unabhängigkeit

Die Wichtigkeit dieser Eigenschaften ist natürlich evident, aber gerade im Angestelltenverhältnis wird diese Mündigkeit oft vernachlässigt. Auch dies mag ein Grund dafür sein, dass die Stimmen im Diskurs um Beruf und Karriere, die unternehmerisches Denken und Handeln von Mitarbeitern fordern, immer lauter werden. Natürlich könnte man jetzt einwenden, dass dafür ja die Führungskräfte innerhalb eines Unternehmens verantwortlich sind, was ja auch der Fall ist. Der Punkt ist aber vielmehr, dass mittlerweile immer mehr Berufe ohne unternehmerische Grundkenntnisse nicht mehr auskommen. Hinzu kommt, dass es noch nie in der Geschichte der Menschheit so einfach war, ein Unternehmen zu gründen, wie heutzutage; und vielleicht gehört Ihr ja demnächst zur Gründerszene. Wer weiß, in ein paar Jahren ist es vielleicht noch einfacher, wenn unsere Regierung es mal schaffen sollte, eine gründerfreundlichere Atmosphäre zu schaffen. Ganz gleich, was Euch vorschwebt und ob Ihr am Anfang Eures beruflichen Lebens steht oder schon alte erfahrene Hasen seid: Gewisse grundlegende »Business-Kenntnisse« machen Euch das Leben auf Dauer leichter und ihr werdet in jeder Hinsicht davon profitieren sowie als Arbeitnehmer wertvoller.

Business Model Generation

Zum Einstieg habe ich ein Buch gewählt, von dem ich mir wünschte, dass es früher in mein Leben getreten wäre. Das Handbuch Business Model Generation liegt seit 2011 in der deutschen Übersetzung vor und ist bei Campus erschienen.

Cover Business Model Generation

Worum geht es in dem Buch genau? Ein Auszug aus dem offiziellen Pressetext bringt es ganz gut auf dem Punkt:

Für Unternehmer, Manager, Berater und alle, die zukunftsweisende Unternehmen (mit)gestalten wollen, ist es höchste Zeit, die neuen Herausforderungen der Geschäftsmodellinnovation zu verstehen und ihnen systematisch zu begegnen. Aber wie kann man sie gezielt erfinden, gestalten und umsetzen? Wie lassen sich überholte Modelle hinterfragen und umwandeln? Wie kann man visionäre Ideen in spielverändernde Geschäftsmodelle verwandeln, die das Establishment herausfordern?
Diese Fragen beantwortet das von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur in Zusammenarbeit mit 450 Experten aus 45 Ländern verfasste Buch. Es gibt intensive Einblicke in die Welt der Geschäftsmodelle und beschreibt ihre Dynamiken. Die Autoren zeigen, wie man Innovationstechniken entwickelt, um sein Modell innerhalb eines stark wettbewerbsorientierten Umfelds zu positionieren. Die Leserinnen und Leser bekommen eine Vielzahl von praktischen Tools an die Hand, mit denen sie das Geschäftsmodell ihrer Organisation vollkommen neu konzipieren können.

Wie das Herzstück der Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen, die Business Model Canvas, funktioniert, kann man sich im folgenden zweiminütigen Video anschauen:

Das Buch selbst ist aufgrund seines Formates sehr auffällig und mit 285 Seiten voller Informationen und hilfreichen Beispielen von Geschäftsmodellen bekannter Unternehmen, wie etwa Microsoft oder Google. Auch die 521 Abbildung sorgen dafür, dass die Komplexität nicht überhand nimmt und man den Argumentationen der gut folgen kann. Die vielen farbigen Abbildungen haben mich – als leidenschaftlicher Kindle-Nutzer – auch zum Kauf der Print-Version verleitet, was ich an dieser Stelle nur empfehlen kann. Nebst allem digitalen Schnickschnack hat also Print durchaus noch seine Daseinsberechtigung.

Strategyzer

Einer der beiden Autoren, Alexander Osterwalder, hat analog zu diesem Buch (und die Fortsetzung, die sich auf Produkte und Dienstleistungen fokussiert) die Plattform Strategyzer gegründet. Dort werden insbesondere weitere, ergänzende Produkte, wie etwa Workshops, zum Kauf angeboten. Es gibt dort aber unter anderem auch die Vorlage der Business Model Canvas, die für die Entwicklung der Geschäftsmodelle benötigt wird. Natürlich kann man diese auch schnell selbst auf ein großes Blatt Papier zeichnen.

Im YouTube-Kanal von Strategyzer finden sich noch viele weitere Videos und es kommen sukzessiv immer mehr dazu. Eines beschreibt beispielsweise sehr anschaulich, wie Tesla den Markt für Elektroautos dominieren will:

Wer sich unsicher ist, ob dieses Buch mit seinen Werkzeugen das Richtige für ihn ist, kann hier einen Blick in die englische Version werfen. Bestellen könnt Ihr es natürlich beim Buchhändler Eures Vertrauens; bei Amazon könnt Ihr Euch zudem noch zahlreiche Bewertungen hierzu anschauen.

Falls Ihr aktive Twitter-Nutzer seid, dann seien Euch zu guter Letzt die Accounts von Alexander Osterwald und Strategyzer ans Herz gelegt:

Falls Ihr das Buch bereits gelesen habt oder weitere ergänzende Buchvorschläge habt, dann würde ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren freuen!

Viel Spaß bei der Lektüre.

 

Bildquelle: Campus Verlag


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Marco Braun

Neu-Berliner. Kreativer Querdenker. Pragmatiker mit Vorliebe für schöne Dinge. Alumni der Universität Bielefeld. Treiber des Herzensprojektes Huciety.

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