Erster Eintrag ins Logbuch: Warum dieser Blog?

Profilbild von Marco Braun

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. So ergeht es jedem und so ergeht es mir nun bei diesem ersten Post. Ich denke, ich erzähle Euch in diesem Beitrag erst mal ein wenig über mich und was ich mit diesem Blog vorhabe.

Damit Ihr wisst, mit wem Ihr es hier überhaupt zu tun habt: Ich bin Marco, stamme aus einer Kleinstadt in Niedersachsen bei Hannover und mein Alter beginnt mit einer drei. Ich habe an der Universität Bielefeld einen Bachelor in den Studiengängen Germanistik und Sozialwissenschaften abgeschlossen und im Anschluss einen Master im Studiengang Interdisziplinäre Medienwissenschaft zu feiern gehabt. Zwei Sachen sind mir seit dem Abschluss immer wieder in den Kopf gekommen:

  1. Seit Ende des Studiums ist mein Schreibpensum stark zurückgegangen und das stört mich irgendwie
  2. Im Gegensatz zu einigen meiner Kommilitonen hatte ich das große Glück und Privileg, direkt nach dem Studium auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen

Einen Blog aufzusetzen, um wieder mehr schreiben zu können – ich mache das tatsächlich gerne – ist sicherlich keine schlechte Idee, aber eben auch nur die halbe Miete. Wichtig ist eben auch, worüber man schreibt und ob man für die eine oder andere Person etwas interessantes zu erzählen hat. Ich habe also die letzten drei Jahre etwas Revue passieren lassen und bin zu der subjektiven Erkenntnis gekommen, dass ich in den drei Jahren nach meinem Studium mehr gelernt habe, als im Studium per se. Das soll jetzt gar keine Kritik am Bildungswesen in Deutschland sein. Vielmehr geht es mir darum, aufzuzeigen, dass das Studium in aller Regel erst der Anfang war. Danach kommt noch mehr – viel mehr! Der erste Job, die ersten Jahre geben einem viele neue Impulse, zumindest war es bei mir so.

Bis zu meinem ersten Job hatte ich so gut wie keine Ahnung, was tatsächlich im Internet und damit verbunden in der digitalen Welt derzeit passiert. Klar, auch ich war bei allen möglichen Communities angemeldet, habe Artikel in Blogs und auf Fachportalen gelesen oder mal was bei Amazon bestellt. Ich bin – wie mit Sicherheit viele von Euch – ein »Digital Native« und mit dem Internet aufgewachsen. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Durch ein Praktikum während des Masterstudiengangs wurde ich quasi ins kalte Wasser geschmissen, wofür ich immer dankbar sein werde. Ich nahm die rote Pille, um das Wunderland zu erkunden und zu sehen, wie tief der Kaninchenbau tatsächlich geht. Online Marketing, SEA, SEO, digitale Transformation, Disruption, digitale Geschäftsmodelle, Affiliate Marketing, Startups und so vieles mehr gab es zu verstehen. Wieso erzähle ich Euch das und wieso sollte Euch das interessieren? Vielleicht hat es für Euch keine Relevanz, vielleicht seid ihr aber auch, wie ich mal war.

Ich hatte nach dem Abitur kein konkretes Ziel, deswegen hatte ich mich überhaupt erst dazu entschlossen, zu studieren. Ich habe deswegen auch einen eher geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt gewählt, obwohl ich immer schon sehr affin gegenüber Technik und all den vielen tollen Spielereien war. Und dieses Studium hat mich insbesondere dahingehend weitergebracht, indem es mich befähigte, die Welt zu hinterfragen. Geisteswissenschaftler sind nicht nur in der Lage, Goethes Faust zu lesen oder aufgrund ihres elaborierten Sprachstils ihre Mitmenschen zu verwirren. Sie sind vielmehr dazu in der Lage, Probleme zu analysieren und aufgrund dessen auch zu lösen. Eine unglaublich wertvolle Kompetenz. Was macht man also, wenn man die Kompetenzen eines Geisteswissenschaftlers hat, jedoch vom eigentlichen Themengebiet, mit dem ich mich nun im Praktikum beschäftigte, bis dato kaum etwas gehört hat? Ich habe viel gelesen, ich habe noch mehr gefragt und noch wichtiger – ich habe genau zugehört. Ich habe all das gemacht, was viele von uns während der Schulzeit gehasst haben: gelernt. Und das mache ich weiterhin jeden Tag.

Moderne Berufe in sich stetig wandelnden Bereichen sind in Zeiten der Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche der Menschheit nicht mehr die Ausnahme, sondern werden zur Regel. Diese modernen Tätigkeitsfelder erfordern eine gewisse Begeisterung für das Neue; für das, was man vielleicht noch nicht vollständig versteht und dessen Auswirkungen auf unserer aller Zukunft wir noch gar nicht absehen können. Das impliziert gleichzeitig auch die stetige eigene Weiterentwicklung – das im öffentlichen Diskurs so vielbeschworene lebenslange Lernen. Diesen eigenen Lernprozess möchte ich in diesem Blog abbilden und öffentlich dokumentieren. Ich kann noch nicht absehen, wohin das führen wird; zu hoffen bleibt, dass es nicht nur für mich einen Erkenntnisgewinn darstellt. Das Themengebiet wird unter anderem nützliche Literatur (oft als E-Books), Links zu Webressourcen, interessante Blogs und Newsletter, Software und Tools, Devices, Gespräche mit interessanten Menschen, denen ich begegne und Ideenfindung umfassen. Es gibt kein finales Konzept, sodass die Bandbreite an Themen im Laufe der Zeit durchaus zunehmen kann.

Da viele Ideen, wie auch dieser Blog, mit einem Stift beginnen, habe ich den Namen penblog für meinen Blog gewählt. Ich hoffe sehr, wir lesen uns.

 

Marco

 

Marco Braun

Neu-Berliner. Kreativer Querdenker. Pragmatiker mit Vorliebe für schöne Dinge. Alumni der Universität Bielefeld. Treiber des Herzensprojektes Huciety.

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