Flow – oder: Zwei Schritte vor, einen zurück

Immer vorwärts

Das letzte halbe Jahr war dann doch etwas sehr turbulent. Neuer Job, neues Büro, neue Kollegen und vor allem: neue Themen. Insbesondere letztere haben Kraft und Nerven gekostet. Das ist auch der Grund, warum mein Blog und Huciety etwas zurückgestellt wurden. Mir war der Fokus auf eine neue Aufgabe wichtig und ich denke, dass dieser auch notwendig war.

Doch gehen wir noch mal einen Schritt zurück. War die neue Aufgabe so fordernd, so auslaugend? Um das zu beantworten muss ich etwas mehr über die Themen schreiben, mit denen ich mich in den letzten Monaten intensiv beschäftigt habe. Ich bin mehr oder weniger ins kalte Wasser gesprungen und habe mich innerhalb eines recht überschaubaren Zeitraums in die Thematiken API-Schnittstellen im Verzeichnisumfeld, API-Dokumentationen, HTTP-Methoden, JSON, SQL sowie Scrum eingearbeitet. Vor meinem Hintergrund ist die Arbeit mit technischen Systemen zwar nichts ungewöhnliches und auch nicht neu, aber die Tiefe und Intensität stellte für mich dennoch eine Herausforderung dar, die es zu meistern galt.

Da ich Herausforderungen mag und Scheitern für mich noch nie eine Option war, musste ich eine Entscheidung treffen, wie ich meine Zeit einteilen und nutzen will – und traf sie auch. Vielleicht wäre es auch möglich gewesen, meine privaten Ambitionen weiterzuverfolgen, aber ich wollte erst einmal den Fokus auf meine Arbeit als Produkt Manager legen. Dies war mir aus zweierlei Gründen wichtig:

  1. Ich musste mich in für mich relativ neue Themen sehr schnell einarbeiten, was sehr viel Zeit und Ausdauer erforderte.
  2. Mir wurde das Vertrauen entgegengebracht, dass ich den Job sehr gut machen werde und dieses Vertrauen wollte ich natürlich keineswegs enttäuschen.

Ich bin nun an dem Punkt angekommen, an dem ich – rein subjektiv gesehen – mein Aufgabengebiet sehr gut unter Kontrolle habe, sodass ich für mich und meine persönliche Weiterentwicklung meinen Blog und Huciety nun wieder weiter voranbringen möchte. Diese intrinsisch motivierten Erfahrungen werden unweigerlich auch wieder in meine Arbeit als Produkt Manager einfließen, sodass sich hier also sehr gute Konvergenzen ergeben. Genau genommen befruchten sich meine privaten Projekte und mein Beruf gegenseitig, da ich insbesondere folgende Themen in der Tiefe erleben kann:

  • Koppelung unterschiedlicher Datenbanken und Systemen über API-Schnittstellen
  • Verteilung von Daten in unterschiedlichste Systeme
  • Steuerung von Entwicklern
  • Definieren von Qualitätskriterien
  • Tickets mit klar definierten Anforderungen schreiben (JIRA)
  • Arbeit dokumentieren (Die Arbeit mit Confluence macht viel Spaß und zählt mittlerweile zu meinen Stärken)
  • Entwicklung von Software gemäß Scrum steuern und nachjustieren
  • Stakeholder-Kommunikation
  • Insgesamt viel Kommunikation und Management

Die vorangegangen Erläuterungen führen letztlich zum aktuellen Punkt, den ich glaube erreicht zu haben: den »Flow«; also der Zustand, in dem man zeitvergessen und produktiv zugleich arbeitet. In diesem Kontext ebenfalls sehr interessant: Ich bin in meinem Facebook-Feed auf ein Video des Stifterverbands gestoßen, in dem Gunter Dueck – meine Meinung zu ihm könnt Ihr hier nachlesen – auf den Flow eingeht:

Um eine lange Geschichte nicht noch länger zu machen, kann ich abschließend also festhalten: Nachdem ich nun erst mal einen Schritt zurückgegangen bin, geht es nun wieder Schritt für Schritt vorwärts! Die nächste Ausbaustufe an Fähigkeiten ist ebenfalls bereits in Planung und wird, so denke ich, meine Vorliebe für das Schreiben und meine technische Affinität weiter miteinander verweben. Dazu dann bald mehr.

Ein frohes Osterfest wünscht Euch

Marco


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Marco Braun

Neu-Berliner. Kreativer Querdenker. Pragmatiker mit Vorliebe für schöne Dinge. Alumni der Universität Bielefeld. Treiber des Herzensprojektes Huciety.

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