Mindmaps: Mein Tool für kreatives Arbeiten

Mindmaps sind ein wunderbares Werkzeug, um Ideen zu entwickeln und zu strukturieren. In meinen Augen verschenkt man viel Potential, wenn man Gedanken nicht adäquat aufschreibt und immer weiter verfeinert. Wieso Mindmapping so gut funktioniert und wie ich damit arbeite, ist Thema dieses Blogartikels.

Was ist eine Mindmap?

Ich schätze mal, dass jeder irgendwann schon einmal mit Mindmaps in Berührung gekommen ist, der eine weiterführende Schule oder Universität besucht hat. Ich kann mich ehrlich gesagt schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das erste Mal in meinem Leben damit Kontakt hatte. So oder so möchte ich noch mal auf die – in meinen Augen wesentlichen – Charakterzüge einer Mindmap eingehen.

Eine Mindmap, also im Deutschen Gedankenkarte, beginnt immer mit einem zentralen Thema oder einer Fragestellung. Dabei kann es sich um alles handeln, was vorstellbar ist. Dieser Begriff steht in der Mitte der Mindmap. Von diesem Begriff aus führen dann Linien hin zu einem Unterbegriff und von dort führen wiederum Linien zu Unterbegriffen des Unterbegriffs und immer so weiter. Dies ist theoretisch unendlich erweiterbar, aber natürlich leidet dann irgendwann die Übersichtlichkeit. Eine Mindmap ähnelt somit einer Baumstruktur, wie man sie beispielsweise aus dem Aufbau eines HTML-Dokuments oder aus der Linguistik –wenn Silben-, Wort- und Satzstrukturen betrachtet werden – kennt. Kurz gesagt, man gelangt von einem allgemeinen Oberbegriff zu den vielen kleinen einzelnen Teilaspekten.

Als Beispiel habe ich mal eine ältere Mindmap von mir angefügt, in der ich während meiner Masterarbeit versucht habe, die Diffusionstheorie (= was passiert wenn Innovationen in einem sozialen System eingeführt und verbreitet werden) und verwandte Ansätze in Beziehung zu setzen:

Beispiel einer Mindmap

Beispiel einer Mindmap

Ist schon merkwürdig, wenn man nach einigen Jahren auf so etwas zurückblickt – aber zurück zum Thema. Insbesondere bei komplexen Zusammenhängen können Mindmaps eine wertvolle Unterstützung sein, um darauf aufbauend seine Projekte zu bearbeiten. Das können etwa Abschlussarbeiten, Marketingkonzepte, neue Produkte, Kommunikationskonzepte, Blogartikel, Podcasts oder Vorträge sein. Es gibt hier kein Thema, was nicht mit einer Mindmap abbildbar wäre, da die ihr zugrunde liegende Struktur natürlichen Ursprungs ist – die Baumstruktur. Als einfache Übung kann man sich beispielsweise überlegen, wie man ein Auto in einer Mindmap abbilden würde.

Software vs. Papier

Die vorangegangenen Erläuterungen zeigen bereits, dass man für eine Baumstruktur nicht zwingend eine Software braucht. Für erste Gedanken und um schnell eine Idee festzuhalten, wenn man grad nichts anderes zur Hand hat, reichen Stift und Papier natürlich vollkommen aus. Doch das war es dann aber auch schon, weil man dann recht schnell an seine Grenzen kommt. Dies liegt unter anderem auch daran, wie wir Menschen denken.

Wenn wir an einer Idee arbeiten, fallen uns zu Beginn dieses Prozesses ja in der Regel erst mal die offensichtlichen Aspekte ein. Um bei dem Beispiel mit dem Auto zu bleiben: Reifen, Motor, Türen, Farbe usw. Wenn es dann ins Detail geht, wird es je nach Detailgrad immer schwieriger. Auf einmal fällt uns dann, nachdem wir schon zig Teile eines Autos aufgeschrieben haben, ein, dass dieses ja auch viele Steuergeräte für die komplizierte Fahrzeugelektronik hat. Ach und wir haben ja ein total großes Autoteil komplett vergessen: den Unterboden. Wenn wir uns jetzt also vorstellen, wir würden das auf ein Blatt Papier schreiben, dann wird es schnell hektisch, unordentlich und meistens reicht dann der Platz an einer bestimmten Stelle nicht mehr aus und man müsste eigentlich noch mal komplett von vorne beginnen. Wer möchte so schon arbeiten?

Aus diesem Grund ist man gut damit beraten, gleich auf eine Softwarelösung zu setzen. Diese hat zahlreiche Vorteile. Die einzelnen Verzweigungen lassen sich umorganisieren, wenn einem was neues einfällt. Alles wird automatisch und sauber angeordnet und lässt sich farblich markieren. Es ist auch möglich Bilder und Links anzufügen oder via Suchfunktion nach Begriffen zu suchen, wenn die Mindmap komplexer geworden ist. Eine Menge Vorteile also, um nur einige davon zu nennen.

Warum nutze ich MindNode 2 für Mindmaps?

Um das zu verstehen, muss man eigentlich nur wissen, wie ich grundsätzlich ticke. Ich mag schöne, einfache und »cleane« Dinge. Das ist auch einer von vielen Gründen, warum ich (nicht ausschließlich) Apple-Produkte nutze. Und da ich für produktives Arbeiten in der Regel auf meine Mac OS und iOS Devices setze, bin ich relativ schnell bei MindNode gelandet. Auch wenn das Programm nicht ganz günstig ist, so funktioniert es wirklich tadellos. Ich kann über iCloud alle Geräte synchron halten und so auch unterwegs einen Gedanken festhalten, wenn die BVG mal wieder länger braucht.

MindNode 2 ist auch auf iOS verfügbar

MindNode 2 ist auch auf iOS verfügbar

Ganz wichtig sind auch die zahlreichen Exportfunktionen, um die Mindmaps ggf. in anderen Programmen oder im Web nutzen zu können.

Die Exportfunktion von MindNode 2

Die Exportfunktion von MindNode 2

Grundsätzlich ist das natürlich Geschmackssache und so ziemlich jede Softwarelösung in diesem Bereich macht, was sie soll. Im Vergleich mit Windows-Lösungen, die ich ebenfalls ausprobiert und unten verlinkt habe, gefällt mir MindNode 2 aber mit Abstand am besten.

Wenn ihr Mindmaps nutzt und einen weiteren Tipp bezüglich der Nutzung oder weiterer Software habt, dann kommentiert gerne unter dem Beitrag.

MindNode 2 für die Apple-Nutzer

Offizielle Website: https://mindnode.com

Screencasts: https://mindnode.com/support/screencasts

MindNode 4
Entwickler: IdeasOnCanvas GmbH
Preis: 10,99 €

MindNode 2
Entwickler: IdeasOnCanvas GmbH
Preis: 32,99 €

Weitere Mindmapping-Tools


Also published on Medium.

Marco Braun

Neu-Berliner. Kreativer Querdenker. Pragmatiker mit Vorliebe für schöne Dinge. Alumni der Universität Bielefeld. Treiber des Herzensprojektes Huciety.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.